Die Finanzierung von ETH und EPFL dem Schweizer Wirtschaftswachstum anpassen.
ETH und EPFL sind das Rückgrat unserer Innovation. Doch ihre Finanzierung hält nicht mit dem Wachstum der Studierendenzahlen und der Wirtschaft Schritt. Die Initiative fordert ein stabiles Finanzfundament, das dynamisch mit der Entwicklung der Schweiz mitwächst.
Problem
- Die Studierendenzahlen an ETH und EPFL sind in 20 Jahren massiv gestiegen, während die Bundesbeiträge preisbereinigt stagnieren. Diese Unterfinanzierung führt zu überfüllten Hörsälen und gefährdet die Betreuungsqualität. Unser Bildungserfolg gerät zunehmend ins Wanken.
- Trotz wirtschaftlicher Abkühlung bleibt der Mangel an Ingenieuren und Technikern auf Rekordniveau (Rang 3 Fachkräftemangel-Index 2025). Bis 2033 fehlen allein in der ICT 54'000 Fachkräfte. ETH und EPFL sind zentral, um diese Lücke zu schliessen und unseren Wohlstand zu sichern.
- Die aktuelle BFI-Botschaft sieht inflationsbereinigt reale Kürzungen vor. Das zwingt die Hochschulen zu drastischen Schritten wie dem Abbau ganzer Forschungszweige. Das ist Gift für die langfristige Planungssicherheit des wichtigsten Schweizer Rohstoffs: Wissen und Bildung.
- Jeder investierte Franken in ETH und EPFL generiert fünf Franken Wertschöpfung für die Schweiz. Sparmassnahmen in diesem Bereich sind ökonomisch widersinnig: Wir sparen heute bei der Bildung und verlieren morgen ein Vielfaches an Wohlstand, Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen.
- An der ETH und EPFL studieren immer mehr ausländische Studenten. Wir finanzieren deren Ausbildung und das Know-how fliesst teilweise ins Ausland ab (z.B. China). Die Studiengebühr müsste entsprechend des wirtschaftlichen Nutzens für die Schweiz angepasst werden.
Solution
- Um die Relevanz der Hochschulen für den Wohlstand zu sichern, wird der Bundesbeitrag gesetzlich an das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) gekoppelt. Wächst die Schweizer Wirtschaft, wachsen die Mittel für Forschung und Innovation automatisch im gleichen Verhältnis mit.
- Die Finanzierung folgt den Studierenden: Die Initiative führt ein dynamisches Budget ein, das sich an der Anzahl der immatrikulierten Personen orientiert. So wird sichergestellt, dass die Qualität der Lehre und das Betreuungsverhältnis trotz steigender Nachfrage stabil bleiben.
- Die Bundesbeiträge werden zwingend an die Teuerung (Landesindex der Konsumentenpreise) und spezifische Kostensteigerungen im Wissenschaftsbetrieb (z.B. Energie, Labormaterial) angepasst.
- Ein einmaliger Korrekturfaktor gleicht die Finanzierungslücke der letzten 10 Jahre aus.
- Die Finanzierung basiert auf einem Sockelbeitrag, der jährlich um die Teuerung sowie das durchschnittliche BIP-Wachstum angepasst wird.
Benefit
- Stabile Finanzen erlauben es ETH und EPFL, in langfristige Forschungsprojekte wie Künstliche Intelligenz oder Quantentechnologie zu investieren.
- Ein exzellentes Betreuungsverhältnis und modernste Labore ziehen die weltweit besten Forschenden und Studierenden an. Davon profitiert die Schweizer Wirtschaft direkt durch innovative Spin-offs, hochqualifizierte Arbeitskräfte und eine erstklassige Wissenskultur im Inland.
- Indem wir die Finanzierung an den Erfolg koppeln, bleibt die Schweiz unabhängig von ausländischen Technologien. Wir sichern uns den Status als Innovationsweltmeister, was künftige Steuereinnahmen garantiert und den Wohlstand für die nächste Generation nachhaltig absichert.
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Discussion
- Felix Kramer (2026-04-03): Mehr Invest bedeutet nich per se mehr Output. Ziel muss sein, knappe Ressourcen optimal einzusetzen. Da gibt es bestimmt viel Luft nach oben an der ETH. Oft muss man sich von Altem verabschieden, damit Platz/Raum/Geld für Neues da ist.
- ↳ Thomas Mathis (2026-04-18): Ich hab viele Jahre an der ETH gearbeitet. Der Output ist sehr gut, die Professoren sehr motiviert (bis zu über motiviert, wo dann die Mitarbeiter & Assistenten leiden). Sie haben eine sehr schlanke Struktur und geben den Professoren viel Freiheit. Das Geld ist gut investiert und klar kann man immer noch was verbessern, aber der Schlüssel zur Erfolg und zur Motivation der Professoren an der ETH (und dafür ist sie weltweit bekannt und es kommen die Besten der Welt auch gerne her) ist, dass sie den Ansatz fahren: gib das Geld den Professoren direkt. Die meisten anderen Unis der Welt haben Fonds und Töpfe und die Professoren müssen ständig Anträge schreiben. Das kostet sie viel Zeit und hält sie vom forschen ab. Nun aber das wichtigste: was ist Output bei der Grundlagenforschung? Papers/Citations/Index? Das hat leider nichts mit qualitativem Output zu tun, nur Throughput. Bahnbrechendes liefert oft Jahre kein Resultat.
- Daniel Holenwerg (2026-03-20): Wer soll dann in Zukunft noch handwerklich arbeiten? Mit den Sesselfurzer Studierten hat niemand am Morgen das Brot in der Hand