Die Finanzierung von ETH und EPFL dem Schweizer Wirtschaftswachstum anpassen. — Problem
Problem
An der ETH und EPFL studieren immer mehr ausländische Studenten. Wir finanzieren deren Ausbildung und das Know-how fliesst teilweise ins Ausland ab (z.B. China). Die Studiengebühr müsste entsprechend des wirtschaftlichen Nutzens für die Schweiz angepasst werden.
Discussion
- O. H. (2026-04-03): Das Problem liegt weniger an mangelndem Interesse der Absolventen oder der Wirtschaft, sondern an den bürokratischen Hürden: Während wir Spitzenkräfte aus Nicht-EU-Ländern an ETH und EPFL mit hohen Steuergeldern ausbilden, drängen wir sie nach dem Abschluss durch strenge Kontingente und den Inländer-Vorrang regelrecht aus dem Schweizer Arbeitsmarkt. Das ist ein ökonomisches Eigentor.
- O. H. (2026-04-03): Die Studiengebühren für ausländische Studenten wurden auf Herbst 2025 verdreifacht. Ebenfalls werden die Studiengebühren regelmässig an die Inflation angepasst. Das Thema wurde somit vor Kurzem geprüft und die Gebühren entsprechend erhöht. [Dreifache Gebühren für ausländische Studierende: Umsetzung verabschiedet](https://ethz.ch/staffnet/de/news-und-veranstaltungen/intern-aktuell/archiv/2024/12/dreifache-gebuehren-fuer-auslaendische-studierende-umsetzung-verabschiedet.html)
- ↳ K. D. (2026-10-02): Mich würden die Zahlen interessieren. Ich höre trotzdem, dass eine Hochschulausbildung (Master) in der Schweiz im Vergleich mit anderen Spitzen-Hochschulen anderswo für Ausländer:innen (aus Indien oder China z. B.) deutlich günstiger ist. Was das Thema verschärft ist, dass ein Bachelor einer Schweizer Uni oder Hochschule schwieriger zu erreichen ist. Schweizer Kids werden dadurch indirekt benachteiligt.
- ↳ O. H. (2026-10-05): Die Nachfrage nach Studienplätzen in der Schweiz ist stabil hoch und die Anzahl der Studenten steigt seit langem an. Die Schweiz hat kein Problem damit, gute Studenten anzuziehen. Zahlen dazu: [Tertiärstufe - Hochschulen](https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsabschluesse/tertiaerstufe-hochschulen.html) Ebenfalls ist es kein sinnvolles Ziel, dass möglichst viele Personen studieren und einen Bachelor erhalten. In der Schweiz verdient man im Durchschnitt nach einer Lehre und mit Fachhochschulabschluss mehr als nach einem Studium. Die Akademisierung der Ausbildung bietet keinen gesellschaftlichen Mehrwert. Die Berufsbildung hingegen ist ein Erfolgsmodell. [Erwerbseinkommen](https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/eintritt-arbeitsmarkt/tertiaerstufe-hochschulen/erwerbseinkommen.html)