Stimmkraft der Jüngeren stärken für zukunftsorientierte Entscheidungen.
Die Bevölkerung altert rasant. Ältere Menschen stellen heute die Mehrheit der Stimmberechtigten. Diese Entwicklung führt dazu, dass politische Entscheide stärker auf den Erhalt des Status quo ausgerichtet werden – zulasten von Zukunftsfragen wie Klima, Bildung und Innovation.
Problem
- Derzeit können bestimmte Gruppen – etwa ältere Generationen – Wahlen und Abstimmungen dominieren, obwohl sie nicht die Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren. Dies kann langfristig zu politischen Entscheidungen führen, die nicht im Interesse der Gesamtheit liegen.
- Jüngere Generationen sind unterrepräsentiert und werden tendenziell öfter für generationale Umverteilung zur Kasse gebeten.
- Ältere Menschen beteiligen sich häufiger an Abstimmungen und stellen einen wachsenden Anteil der Stimmberechtigten. Dadurch prägen sie viele Entscheidungen stärker. Auch solche, deren Folgen vor allem jüngere und künftige Generationen tragen.
- Mit zunehmender Überalterung konzentriert sich Politik stärker auf Gegenwartsprobleme. Themen mit langfristiger Wirkung, wie Klima, Bildung, Digitalisierung oder Innovation, werden zu wenig priorisiert.
- Parteien folgen der Wählermehrheit, was zu einer inhaltlichen Verzerrung zugunsten älterer Generationen und zulasten langfristiger Themen führt.
Solution
- Vor jeder Abstimmung legt der Bund altersgruppenspezifische Stimmgewichte fest, basierend auf der aktuellen Bevölkerungsstruktur. Gewichtet wird bei der Auszählung, um das demokratische Gleichgewicht zwischen den Generationen zu wahren.
- Wahl- und Abstimmungsrecht für Jugendliche einführen, um das Gewicht junger Stimmen zu erhöhen und Parteien stärker auf Zukunftsthemen auszurichten.
- Eltern üben stellvertretend die Stimmen ihrer Kinder aus, bis diese das Stimmrechtsalter erreichen. So fliesst die Zukunftsperspektive kommender Generationen direkt in politische Entscheidungen ein.
- Personen verlieren ihr Stimmrecht mit Erreichen des ordentlichen Rentenalters. Damit wird sichergestellt, dass politische Entscheidungen primär von jenen getroffen werden, die deren langfristige Folgen noch erleben.
- Nach der Pensionierung wird die Stimme mit einem Faktor von 0.5–0.75 gewichtet. So bleiben alle Stimmberechtigten einbezogen, das Übergewicht älterer Gruppen wird aber ausgeglichen.
Benefit
- Mit nach Altersgruppe gewichteten Stimmen wird die politische Macht gerechter verteilt – jede Generation erhält Einfluss entsprechend ihrer Grösse. So können junge Menschen mehr mitbestimmen über eine Zukunft, in der sie am längsten leben werden.
- Wenn politische Entscheidungen als fair und ausgewogen wahrgenommen werden, wächst das gegenseitige Vertrauen zwischen Jung und Alt – und die gesellschaftliche Kohäsion nimmt zu.
- Wenn jüngere Generationen stärker vertreten sind, rücken langfristige Themen wie Klima, Bildung und Innovation wieder in den Mittelpunkt politischer Entscheide.
- Ein ausgewogener Generationeneinfluss stärkt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, Risiken einzugehen und Reformen umzusetzen – anstatt am Status quo festzuhalten.
- Eine zukunftsorientierte Demokratie fördert langfristige Planung, Investitionssicherheit und Innovationskraft – Grundlagen für wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit.
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