Il camp da l’alimentaziun causa cun 30 % il part pli grand da la pressiun ambientala in Svizra.
Da die Ernährung mit 30 % den grössten Anteil an der Umweltbelastung der Schweiz verursacht, verdeutlicht dies die zentrale Rolle des Konsums von Lebensmitteln für die ökologische Nachhaltigkeit. Berücksichtigt werden nicht nur direkte Umweltwirkungen in der Schweiz, sondern auch jene, die im Ausland bei Produktion, Verarbeitung und Transport von Gütern entstehen, wobei Transport (ausser Flugtransport) und Verpackung nur einen kleinen Einfluss haben. Mit einem Anteil von 30 % liegt die Ernährung vor dem Wohnen mit 25 % und deutlich vor der privaten Mobilität mit rund 13 %. Zum Ernährungsbereich zählen neben dem Kauf von Lebensmitteln auch gastronomische Angebote sowie die Verpflegung in Institutionen wie Spitälern, Altersheimen und Schulen. Die hohe Umweltrelevanz der Ernährung erklärt sich durch mehrere Faktoren. Die landwirtschaftliche Produktion (vor allem Tierproduktion) benötigt grosse Flächen, Wasser und weitere Ressourcen. Gleichzeitig verursacht sie Emissionen von Treibhausgasen und Nährstoffen. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Biodiversitäts-Fussabdruck: Laut Studie wird der globale Artenverlust durch Landnutzung stark durch den Anbau von Nahrungsmitteln bestimmt. Die Studie zeigt zudem, dass der Umwelt-Fussabdruck pro Person seit 2000 zwar gesunken ist, die Ernährung aber ihren relativen Anteil leicht erhöhen konnte. Wenn die Schweiz ihre Umweltbelastung weiter reduzieren will, kommt dem Ernährungsbereich deshalb eine Schlüsselrolle zu. Die beiden grössten Hebel für die Verminderung dieser Umweltbelastung sind die Reduktion von Foodwaste und Konsum von tierischen Lebensmitteln. Dadurch könnte einerseits der Selbstversorgungsgrad in der Schweiz deutlich gestärkt werden, wodurch auch die Emissionen im Ausland verringert würden. Andererseits würde dadurch auch das Ernährungssystem in der Schweiz deutlich umweltfreundlicher. Nicht nur das: Es wäre auch deutlich gesünder für die Bevölkerung.