No subsidies for meat and animal products. — Stimmen
Public group statements (Stimmen) for this initiative.
Stimmen
- Jedes Jahr zahlt der Staat rund 36 Millionen für Fleisch-, Milch- und Tierproduktwerbung, unter anderem für den Export. Das soll aufhören. Bis dahin soll auf jeder solchen Werbung stehen, wie viel Steuergelder dahinterstecken.: Die 36 Millionen verteilen sich auf Käsemarketing (ca. 23 Mio.), Milch und Butter (ca. 8,2 Mio.) und Fleisch (ca. 5,2 Mio. CHF, Stand 2024). Die gesetzliche Grundlage ist Artikel 12 des Landwirtschaftsgesetzes und kann parlamentarisch geändert werden. — Votes: Yes 36, No 9, Undecided 3 (total 48)
- Heute fliessen deutlich mehr Subventionen in die Tierhaltung als in den Pflanzenbau. Das soll sich schrittweise verschieben, bis beide Bereiche gleich viel bekommen. Die Bauern verlieren dabei kein Geld, sie bekommen es nur für etwas anderes.: Die Direktzahlungen sind mit 2,8 Mrd. Franken der grösste Subventionsposten. Davon sind 26% explizit tierbasiert. Von den restlichen 74% sind ein Grossteil flächenbasierte Zahlungen, welche ebenfalls der Tierhaltung zugute kommen, da rund 75–80% der Nutzfläche als Weide oder Futterfläche dient. Eine schrittweise Umschichtung auf ein 1:1-Verhältnis zwischen tierischer und pflanzlicher Produktion wäre auf Verordnungsstufe möglich und erfordert keine Verfassungsrevision. — Votes: Yes 38, No 5, Undecided 5 (total 48)
- Was Fleisch im Laden kostet, ist nicht was es wirklich kostet, weil der Staat einen Teil der Kosten übernimmt. Das soll sich ändern: Der Preis soll auch die Umweltschäden einschliessen, die bei der Fleischproduktion entstehen.: Schläpfer und Ahmadi (2023) schätzen die externen Kosten der Schweizer Landwirtschaft auf rund 3,6 Milliarden Franken pro Jahr. Diese Kosten sind im Produktpreis nicht enthalten. Eine Internalisierung über eine Lenkungsabgabe wäre analog zur CO2-Abgabe auf Gesetzesstufe umsetzbar. — Votes: Yes 30, No 7, Undecided 11 (total 48)
- Wenn in der Schweiz strengere Regeln für Fleisch gelten, soll billiges Importfleisch nicht einfach die Lücke füllen. Ein Aufschlag auf ausländisches Fleisch, das nicht denselben Standards entspricht, wäre ein möglicher Weg. Ob und wie das nach internationalen Handelsregeln erlaubt wäre, müsste rechtlich sorgfältig geprüft werden.: Die WTO und das bilaterale Landwirtschaftsabkommen mit der EU begrenzen neue Importzölle stark. Ein Grenzausgleich wäre nur WTO-konform, wenn er an eine inländische Lenkungsabgabe auf Umweltkosten (siehe vorhergehende Position) gekoppelt ist und nicht diskriminierend wirkt. — Votes: Yes 40, No 3, Undecided 5 (total 48)
- Der Staat bezahlt heute viele Beiträge an Bauernbetriebe, die Fleisch oder andere Tierprodukte herstellen. Diese Beiträge sollen Schritt für Schritt gestrichen werden. Die Bauern bekommen genug Zeit, um sich anzupassen.: Im Jahr 2024 flossen rund 3,55 Milliarden Franken in die Schweizer Landwirtschaft. Nach enger Auslegung sind davon rund 455 Millionen Franken direkt tierbezogen (Milchzulagen, Tierwohlbeiträge, Viehwirtschaft). Ein Grossteil der übrigen Beiträge ist flächenbasiert, fliesst aber ebenfalls in die Tierhaltung, weil rund 75–80% der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Weide oder Futterfläche dient. Die betroffene Summe ist bei funktionaler Betrachtung also deutlich höher. Umsetzung via Anpassung des Landwirtschaftsgesetzes und der Direktzahlungsverordnung. — Votes: Yes 30, No 11, Undecided 7 (total 48)