Modernisieren des Steuersystems
Die Steuererklärung kann heute zwar digital ausgefüllt werden, allerdings müssen die Daten weiterhin von jeder Person selbst zusammengetragen werden. Zudem wird man nur gerügt, wenn Angaben vergessen gehen, die zu höheren Steuern führen. Bei möglichen Abzügen erfolgt hingegen keine Warnung. Das Steuersystem soll deshalb durch digitale Schnittstellen modernisiert werden. Relevante Daten sollen automatisch übermittelt und mögliche Abzüge aktiv angezeigt werden.
Problem
- Hoher administrativer Aufwand: Steuerpflichtige müssen viele Informationen und Belege selbst zusammensuchen und manuell erfassen. Das kostet Zeit und erhöht die Fehleranfälligkeit.
- Fehlende Unterstützung bei Abzügen: Das heutige System weist Personen meist nur auf Fehler hin, wenn dadurch zu wenig Steuern bezahlt würden. Mögliche Abzüge oder Sparpotenziale werden hingegen oft nicht aktiv angezeigt.
- Medienbrüche und fehlende Vernetzung: Viele relevante Daten liegen bereits digital bei Arbeitgebern, Banken oder Versicherungen vor, sind jedoch nicht automatisch mit dem Steuersystem verknüpft. Dadurch entstehen doppelte Datenerfassungen und unnötiger Aufwand.
- Fehlende Transparenz über Staatsausgaben untergräbt das Vertrauen in staatliche Institutionen. Wer nicht nachvollziehen kann, wofür Steuern verwendet werden, akzeptiert Steuerentscheide weniger und beteiligt sich seltener informiert an künftigen demokratischen Entscheiden.
- Provisorische Steuerrechnungen verursachen unnötigen administrativen Aufwand, da sie nicht verpflichtend zu bezahlen sind. Erst die definitive Steuerrechnung muss innert 30 Tage bezahlt werden.
Solution
- Arbeitgeber, Banken und Versicherungen sollen Steuerdaten digital übermitteln. Behörden sehen diese erst nach Bestätigung der steuerpflichtigen Person. Dadurch wird die Steuererklärung einfacher, schneller und fehlerfreier.
- Das Steuersystem soll mögliche Abzüge automatisch erkennen und aktiv darauf hinweisen. So werden alle Steuerpflichtigen fair behandelt und vergessen gegangene Abzüge reduziert.
- Bund, Kantone und Gemeinden sollen eine gemeinsame digitale Steuerplattform betreiben. Dadurch werden Prozesse vereinheitlicht, Doppelspurigkeiten reduziert und der Datenaustausch vereinfacht.
- Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Steuerdaten jederzeit transparent einsehen können. Jede Datenfreigabe an Behörden soll nachvollziehbar angezeigt werden.
- Einheitliche digitale Standards zwischen Kantonen sollen die Steuererklärung vereinfachen und Unterschiede bei der Bedienung reduzieren.
Benefit
- Weniger administrativer Aufwand: Automatisierte Datenübermittlung und digitale Prozesse sparen Zeit und reduzieren den Aufwand für Bürgerinnen, Bürger und Behörden.
- Weniger Fehler und mehr Fairness: Automatische Hinweise auf fehlende Angaben oder mögliche Abzüge helfen, Fehler zu vermeiden und sorgen für eine gerechtere Besteuerung.
- Mehr Transparenz und Kontrolle: Steuerpflichtige behalten die Kontrolle über ihre Daten, da Informationen erst nach ihrer Bestätigung an Behörden weitergegeben werden.
- Steuerzahler die ihren vollen Steuerbeitrag auf Budgetposten verteilen können, sind zufriedener, weil sie nur das finanzieren, was für sie Sinn macht. Steuerzahler ohne Stimmrecht können über das Budget politischen Eiunfluss nehmen. Wer zahlt, bestimmt - das Volk ist Souverän!
- Wenn Banken automatisch alle Konten den Behörden melden müssen, erschwert dies Steuerhinterziehung und führt somit zu gerechterer Besteuerung.
Public support
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Discussion
- Kiril Bojiloff (2026-07-31): Digitale Schnittstellen, automatische Übermittlung und Zusammenführung von sensitiven Personendaten im Zeitalter von Cyberkriminalität sind extrem heikel. Es ist noch kein Kraut gegen die Cyberkriminalität gewachsen. Weder private noch staatliche Einrichtungen können dem etwas entgegensetzen.
- ↳ Oliver Herren (2026-08-02): Die Daten werden ja schon heute digital übermittelt, der Unterschied ist einzig der Aufwand, alles selbst machen zu müssen.
- Boško Stupar (2026-07-29): Die Steuersoftware macht schon Vieles gut aber es gibt immer noch knifflige Abkürzungen, die sehr implizit sind. Das Ding soll so einfach wie möglich sein, bzw. die Pauschale sollten wenn möglich vorausgefüllt werden, und nur nach Bedarf übersteuert werden.
- ↳ Bastian Widmer (2026-07-29): Die Pauschalabzüge sind doch meistens bereits vorausgefüllt und meist gibt es auch eine Warnung wenn versehentlich der andere Abzug ausgewählt ist.
- ↳ Boško Stupar (2026-07-29): @Bastian W. es ist nicht für die Zinsen bzw. Kosten für die Vermögensverwaltung. Dafür gibt es eine magische Zahl, die alle verwenden, die das Können. Ich habe mir sehr grosse Mühe gegeben, bis ich das gelernt habe.
- Bastian Widmer (2026-07-29): Ein ziemlich einfacher Schritt wäre es alle Banken dazu zu zwingen den eSteuerauszug kostenfrei anbieten zu müssen. Dann müssen wir nicht die Banken mit dem Staat verknüpfen und einen erzwungenen Datenaustausch herstellen.
- ↳ Philippe Maurer (2026-07-29): Guter Punkt. Dass es immer noch Banken gibt, die das nicht anbieten oder dafür Geld verlangen ist nicht wirklich zeitgemäss. Wäre gut, diesen Aussenseitern mal etwas Druck zu machen.
- Peter Stein (2026-07-29): Das eigene Steuersubstrat zu einem Teil -wie die vorgeschlagenen 10%- auf eigene Budgetposten zu verteilen, würde mich noch mehr als mündigen Bürger fühlen lassen. Somit wäre nicht nur meine Stimme wertvoll, sondern auch meine eigene Wertschöpfung. Das gesamte eigene Steuersubstrat auf die Budgetpositionen zu verteilen (wie ebenfalls vorgeschlagen) macht meiner Meinung nach den Staat unplanbar, aber einen gewissen Teil selbst zu zu ordnen wäre genial. Zu dem Thema sollte man meiner Meinung nach eine eigene Initiative starten.
- Christian T. (2026-06-13): Ernsthaft, ich verstehe das Problem nicht. Die Steuersoftware macht schon auf Abzüge aufmerksam, das Einlesen von Dokumenten geht super schnell… klar, man könnte das Prinzip der eVermögensausweise (aka QR Cide) auch auf Lohnauseeise und 3a Abzüge erweitern… aber dazu braucht es keine Abstimmung, gesxhweige denn eine Gesetzesänderung. Der Staat darf voraussetzen, dass ein mündiger Bürger sixh einmal im Jahr für 30 min an die Steuersoftware setzt - und dass dieser Bürger Eine Belegge verfügbar hat.
- ↳ Nils Anderer (2026-06-28): Grundsätzlich gebe ich dir recht, das wäre sicher ein Fortschritt, aber am Ende sollte der Prozess doch voll automatisiert Ablaufen und ich muss lediglich 5-10min die Daten prüfen und das okay geben damit diese verarbeitet werden können.
- ↳ Marco Preuss (2026-07-06): Absolut.