Mediengutschein als Alternative zur SRG-Gebühr. — Problem
Problem
SRG steht für korrekt recherchierte und überprüfte Informationen, mit journalistisch ausgebildeten Redaktoren und Journalisten, die sich an die Mediengesetze halten. Dies ermöglicht neutrale Meinungsbildung und ist zentral für die Demokratie. Beitragskürzungen sind gefährlich.
Discussion
- Renato Pichler (2026-07-13): @Thomas: Ich sehe hier keine Gefahr der Beitrasgskürzungen. Eher im Gegenteil: Wenn die Medienbeiträge an verschiedene Medienhäuser aufgeteilt werden können (sie werden ja nicht gekürzt, nur anders verteilt), ergibt sich eine grössere Meinungsvielfalt, da die SRG nur ihre eigene Meinung verbreitet und keine andere Meinungen zu lässt. Sie schliesst alle Personen (und Dokumente) aus, welche ihre eigene Meinung in Frage stellen könnten. Deshalb wäre es gut weitere starke Medienhäuser zu haben, welche diese Informationslücke schliessen könnten.
- Renato Pichler (2026-07-09): Das SRF berichtet sehr selektiv. Ein Beispiel: Die Sitzungsprotokolle des Robert-Koch-Insitituts, wo die Coronamassnahmen besprochen und empfohlen wurden, wurden in Deutschland freigeklagt. Das SRF weigert sich bis heute darüber zu berichten. Dies obwohl sie dazu von der Unabhängigen Beschwerdeinstanz gerügt wurde und es eigentlich tun müssten. [SRF hätte über RKI-Protokolle berichten müssen](https://www.srgd.ch/aktuelles/news/srf-hatte-uber-rki-protokolle-berichten-mussen/) Der Bundesrat orientierte sich bei seinen Massnahmen auch daran. Es wäre also wichtig. Aber da in den Protokollen Dinge drin stehen, die das SRF bisher immer verleugnete (z.B. Einfluss der Politik), können sie nicht neutral darüber berichten ohne ihre eigene Berichterstattung zu kritisieren. Deshalb wird es einfach totgeschwiegen.
- ↳ Thomas Link (2026-07-12): Ein Beispiel aus 2024, und gleichzeitig der Zeit, um die es viel Polemik gibt. Nicht besonders überzeugend, wenn man bedenkt, wie viel in der Zwischenzeit publiziert wurde. Ja, ich sehe den Punkt, wobei das SRF aktiv darüber berichtet, jedoch eine andere Position vertritt, als sie erwarten. Von privatwirtschaftlichen Medien ist hier eher weniger Transparenz zu erwarten, wie ich meine. Obwohl: die Republik ist unabhängig und berichtet korrekt und überprüfbar. Das kostet mich aber jährlich (im Verhältnis zur Gegenleistung) viel mehr, als die Radio- und Fernsehabgabe. Somit steht nicht nur die SRG für die Qualität.
- ↳ Renato Pichler (2026-07-12): @Thomas Das Beispiel ist leider noch immer hoch aktuell: Bis heute weigert sich das SRF der Rüge der UBI Folge zu leisten. Und im Herbst wird das neue Pandemiegesetz eingeführt, dass alle Massnahmen von 2020 ins Gesetz schreiben will. Es ist höchst undemokratisch, wenn man dazu nur einseitige Informationen verbreitet. Das SRF ist dazu verpflichtet neutral zu berichten und nicht nur ihre eigene Meinung zu pushen. Dies hat sie bis heute nicht getan: Kein einziger Kritiker der Massnahmen wurde jemals eingeladen und die "Aufarbeitung" bestand darin, dass man die eigenen Journalisten befragt hat, ob sie finden, sie hätten gut informiert. Was meine Meinung dazu ist, spielt hier keine Rolle. Es geht hier um offizielle Informationen, die den Massnahmen zugrunde gelegen haben. Diese dem Publikum vorzuenthalten, weil die Redaktion des SRF anderer Meinung ist, ist nicht neutral. Das SRF muss den Mut haben auch den Bundesrat zu kritisieren, sonst is sie ein willfähriger Staatssender.
- ↳ Thomas Link (2026-07-12): @Renato Könntest Du bitte noch klarstellen, was dein kritischer Kommentar zum fragwürdigen Umgang der SRG mit der Rüge für das hier diskutierte Problem „Beitragskürzungen sind gefährlich“ bedeutet? Braucht es mehr Geld, damit das sauber aufgearbeitet werden kann? Wir laufen Gefahr, zu diskutieren, wer die Macht über das Angebot hat und nicht, wie viel Geld wir bereit sind zu bezahlen.
- Dario Miglioretto (2026-07-09): Ich widerspreche allen Behauptungen von Problem #5. Ich denke die SRG so gut bzw. schlecht wie der Mediendurchschnitt. Weil die Bezahlung ohne Qualität oder Leistung erfolgt, fehlt der Anreiz ein gutes Produkt zu produzieren bzw. den Kun denwunsch zu bedienen, was ich als Konsument bemerke. So wie eine Pflanze besser wächst, wenn sie geschnitten wird, sollten Gemeinschaftlich finanzierte Projekte nicht einfach wuchern können - Kürzungen können Gesund halten.
- ↳ Thomas Link (2026-07-12): Als Vertreter der Mehrheit „Ich stimme zu“ würde mich ein Nachweis ihrer Qualitätseinstufung“Durchschnitt“ vielleicht etwas skeptisch machen. Das darauf basierende Argument des fehlenden Anreiz stimmt meines Erachtens nicht. Die Inhalte werden von Menschen produziert, die auf ihr Gehalt angewiesen sind. Schlechte Qualität führt zum Jobverlust - wenn das nicht Marktwirtschaftlich ist, was dann? Mit der Forderung nach Kürzungen wollen sie den Druck mutmasslich vergrössern. Damit werden sie jedoch nicht erreichen, dass die verbleibenden Personen Nachrichten in ihrem Sinn schreiben. Wenn ich versuche, mich in die Personen zu versetzen, dann wäre meine Reaktion eine grosse Kritik am Rotstift und der reduzierten Vielfalt. Unter Druck entstehen vielleicht Diamanten, aber keine seriösen Nachrichten. Die letzten Dekade der Medienlandschaft und Werbung haben zu einen Kampf um Aufmerksamkeit der Konsumenten geführt. Es ist nachweisbar, dass Berichte über Katastrophen und Tragödien gewinnen.