Plural • Lösung #11 zu Stimmkraft der Jüngeren stärken für zukunftsorientierte Entscheidungen.
Lösung #11
Vier Lebensphasen, 0 bis 29, 30 bis 44, 45 bis 64 und ab 65, jede zählt einen Viertel des Resultats. Niemand verliert seine Stimme, aber keine Generation überstimmt die anderen. Wer noch 60 Jahre hier lebt, soll gleich viel zu sagen haben wie jemand mit 20 Jahren Horizont.
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4 Kommentare
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A. V. T.Komplizin/Komplize
vor 3 Monaten
Ich finde das hier hoch problematisch, besonders die Frage, wer entscheidet, wo die Grenze der Lebensphasen liegt. 29 Jahre alt, 45 Jahre alt, 33 Jahre alt: Das wird nicht von jedem Menschen gleich gelebt.
Einige gründen Firmen mit 18, andere gründen Familien mit 25, wieder andere gründen Familien erst mit 40. Manche gründen eigene Betriebe mit 50, andere fangen erst mit 30 an zu studieren, während wiederum andere bereits mit 19 einen PhD abschliessen.
Ich wähle hier bewusst 90-Perzentil-Beispiele, um dieses Abgrenzungsproblem eindeutig aufzuzeigen. Ich sage zu dieser Lösung klar Nein.
Die Grenzziehung wirkt beliebig und diskriminierend
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Y. R.Autor
vor 3 Monaten
Der Einwand trifft einen realen Punkt, aber er zielt am Kriterium vorbei. Die Phasen behaupten nicht, dass alle 33 Jährigen gleich leben. Sortiert wird nicht nach Lebenslage, sondern nach der verbleibenden Zeit, in der man mit dem Entscheid leben muss. Und die hängt tatsächlich fast nur am Alter. Der Firmengründer mit 50 und der Frührentner mit 50 haben unterschiedliche Biografien, aber denselben Horizont.
Beliebig ist eine Grenze zudem nicht schon deshalb, weil sie an den Rändern hart ist. Das Stimmrecht ab 18 ist genau gleich gebaut, der Tag vor dem Geburtstag zählt nicht, der Tag danach schon. Dasselbe gilt für das Rentenalter, die Schulpflicht, die Strafmündigkeit. Wir akzeptieren das überall, weil die Alternative, jeden Einzelfall zu prüfen, viel willkürlicher wäre.
Wo genau die Grenzen liegen, ist trotzdem eine berechtigte Debatte. Sie sollten aus den BFS Daten hergeleitet und periodisch überprüft werden, nicht aus dem Bauch heraus gesetzt.
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S. B.
vor 3 Monaten
Verstehe die praktische Umsetzung nicht
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Y. R.Autor
vor 3 Monaten
Gezählt wird wie heute, nur in vier Stapeln statt einem. Das Alter steht bereits im Stimmregister, also weiss man ohnehin, welcher Stimmzettel zu welcher Phase gehört. Am Schluss hat jede Lebensphase ihr eigenes Ja Prozent, und der Durchschnitt dieser vier Werte entscheidet.
Ein Beispiel: 80 Prozent Ja bei den Jüngsten, 60 in der zweiten Phase, 40 in der dritten, 30 bei den Ältesten. Heute würde die Vorlage abgelehnt, weil die grossen Jahrgänge das Gesamtresultat nach unten ziehen. Neu ergibt der Durchschnitt 52,5 Prozent und sie kommt durch.
Wichtig: Die Zahl der Stimmzettel in einem Stapel spielt keine Rolle mehr, nur das Verhältnis darin. Damit ist auch die ungleiche Stimmbeteiligung mitgelöst, ohne dass man jemanden zum Abstimmen zwingen muss.
Technisch ist das ein Auszählungsschritt mehr. Rechtlich braucht es eine Verfassungsänderung, das ist der eigentliche Aufwand, nicht die Umsetzung.