Förderung von Still- und Familienräumen im öffentlichen Raum und in der Gastronomie.
Die Initiative fördert Still- und Familienräume in der Schweiz. Öffentliche Einrichtungen, Einkaufszentren und Restaurants sollen diskrete, hygienische Räume mit Wickeltischen, Sitzgelegenheiten und kindgerechter Ausstattung anbieten, um Familien besser zu unterstützen.
Problem
- Stillende Mütter resp. Familien finden im öffentlichen Raum selten bis kaum diskrete und ruhige Orte, um ihre Babys zu stillen.
- Wickelplätze mit Wickeltischen fehlen oft oder sind nur in Damen-WCs vorhanden, was Väter ausschliesst.
- Familien mit kleinen Kindern haben wenig bis keine geeigneten Rückzugsorte in öffentlichen Räumen, um die Grundbedürfnisse von Babys erfüllen zu können.
- Das Fehlen von Stillräumen erschwert es Eltern, längere Zeit ausser Haus zu verbringen. Oft ist es auch ein Grund, warum dann Familien das Zuhause vor einem Ausflug in die Stadt oder anderen Orten vorziehen.
- Die WHO empfiehlt Stillen ausdrücklich für die ersten sechs Monate, da es die Gesundheit von Mutter und Kind fördert. Das Fehlen geeigneter Stillmöglichkeiten erschwert diese Empfehlung im Alltag.
Solution
- Öffentliche Einrichtungen, Bahnhöfe, Einkaufszentren und Restaurants sollen dazu verpflichtet werden, familienfreundliche Räume mit Stillmöglichkeiten, Wickeltischen und kindgerechter Ausstattung einzurichten.
- Definition klarer Vorgaben für solche Räume, einschliesslich bequemer Sitzmöglichkeiten, hygienischer Wickeltische, Flaschenwärmern, Waschbecken und barrierefreiem Zugang.
- Subventionen oder Steuervergünstigungen für Unternehmen und Gemeinden, die familienfreundliche Räume einrichten.
- Start von Pilotprogrammen in Städten wie Zürich, Genf und Basel, um den Bedarf zu evaluieren und erfolgreiche Modelle für die flächendeckende Umsetzung zu entwickeln.
- Öffentlichkeitskampagnen zur Förderung der Akzeptanz des Stillens in der Gesellschaft sowie zur Aufklärung über die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind.
Benefit
- Die Schweiz wird durch familienfreundliche Infrastruktur für Einwohner und Touristen attraktiver, was langfristig die Lebensqualität und das Image des Landes stärkt.
- Wickelräume, die für alle zugänglich sind, ermöglichen es auch Vätern, aktiv in die Betreuung ihrer Kinder eingebunden zu sein.
- Eltern profitieren von besserer Infrastruktur, was den Alltag mit kleinen Kindern erleichtert und entspannter gestaltet.
- Restaurants, Einkaufszentren und andere Betriebe können durch familienfreundliche Massnahmen mehr Kunden gewinnen und ihre Attraktivität steigern.
- Durch bessere Stillbedingungen wird die von der WHO empfohlene Stilldauer erleichtert, was nachweislich die Gesundheit von Mutter und Kind verbessert.
Public support
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Discussion
- Peter Pianegonda (2026-08-06): Das ist keine Bundesaufgabe.
- ↳ Oliver Herren (2026-08-06): Ja, heute nicht. Aber es ist das Ziel der Initiative, hier nationale Standards in der Verfassung zu setzen für dieses Thema. Ähnlich wurde dies beim Behindertengleichstellungsgesetz BehiG auch umgesetzt. Hier werden Standards definiert, die detaillierte Ausführung wird dann den Kantonen überlassen.
- Dario Miglioretto (2026-02-15): Ich sehe keinen Handlungsbedarf. Stilen in der Öffentlichkeit wird breiter akzeptiert, wenn es verbreitet stattfindet. Früher hier und in anderen Kulturen war das kein Thema. Dem Säugling ist es egal, wo die Nahrung verabreicht wird. Der Rest ist nebensächlich. Menschen starren auch wenn das Kind im Discounter 'täubelt' weil es den Artikel nicht kriegt - damit müssen Eltern leben (lernen). Männer können auch auf dem Frauen-Klo wickeln, wenn der Wickeltisch dort ist. Ich glaube jede Frau/Mutter hat da Verständnis. Wenn Familien sich durch fehlende Infrastruktur vom Ausflug abhalten lassen, dann können die auch gleich den Spaziergang streichen - in der Natur gibts auch keinen Wickeltisch und Stillraum ...