Die Umstellung auf nutzungsabhängige Abgaben revolutioniert die Strassenbenutzung.
Die Umstellung auf nutzungsabhängige Abgaben revolutioniert die Schweizer Strassenfinanzierung, ermöglicht eine präzise Kostenverteilung, senkt Umweltschäden und vermindert Staus durch marktwirtschaftliche Steuerung.
Problem
- Es fehlt ein Anreizsystem, das Staus und übermässige Verkehrsbelastungen aktiv reduziert.
- Die aktuelle Finanzierung basiert zu einem grossen Teil auf der Treibstoffsteuer, die mit zunehmender Elektrifizierung sinkt.
- Autobahnen werden heute ungenügend nach dem Verursacherprinzip finanziert.
- Die Autobahnvignette ist nicht mehr zeitgemäss, da weder finanziell relevant, verursachergerecht noch kundenfreundlich.
- Die aktuellen Nutzer haben nur eine geringe Transparenz über die effektiven Kosten, welche sie verursachen und über verschiedene Gebühren bezahlen.
Solution
- Umstellung von der Treibstoffsteuer auf nutzungsabhängige Abgaben, die reale Infrastrukturkosten und Umweltbelastungen berücksichtigen.
- Ähnlich wie bei der leistungsabhändigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) wird bei jeder Autobahnfahrt die Uhrzeit, das Fahrzeug und die gefahrene Strecke erhoben und verrechnet.
- Moderne Technologien ermöglichen eine präzise Erfassung der tatsächlich zurückgelegten Kilometer. Dabei können unterschiedliche Fahrzeugtypen – etwa hinsichtlich Gewicht oder Schadstoffemissionen – in die Berechnungen einbezogen werden.
- Schaffung eines rechtlichen Rahmens für moderne Mess- und Abrechnungssysteme, der Datenschutz gewährleistet und Akzeptanz fördert.
- Für den Autofahrer wird möglichst hohe Transparenz zu den Kosten hergestellt, die er direkt der jeweiligen Nutzung zuordnen kann.
Benefit
- Dynamische Mautsysteme lenken den Verkehr gemäss Angebot und Nachfrage, was Staus behindert und die Infrastruktur entlastet.
- Die höhere Kostentransparenz führt zu einer bewussteren Nutzung des Individualverkehrs.
- Externe Umweltkosten, wie Mikroplastik durch Reifenabrieb, werden internalisiert, was zu weniger Umweltschäden führt.
- Ein moderner Rechtsrahmen ermöglicht flexible Anpassungen an technologische Entwicklungen und veränderte Umweltbedingungen.
- Eine faire Finanzierung, die Kosten direkt an die tatsächliche Nutzung koppelt, schafft Transparenz und Gerechtigkeit.
Public support
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Breakdown: FullyOnBoard: 6, SoundsGood: 6, Concerns: 3, NeedForDiscussion: 3, NoChance: 1, NothingAgainstIt: 1
Discussion
- Thomas Mathis (2026-04-18): Kann es sein, dass die Schweiz so schon viel zu viel Geld in die Strassen stecken? Die 900 km Autobahn von Zürich nach St.Margrethen war im Leben meines Vaters (er hat mich drauf gebracht) und meinem noch nie ohne Baustelle. Während ich von Bregenz nach Wien fahren kann ohne eine einzige Baustelle. Vielleicht sollte mehr Geld von Strasse in Öffentlichen Verkehr fliessen als bisher? Denn wenn die Strassen voll Stau sind und weniger ausgebaut (weil mehr E-Autos, also weniger Treibstoffsteuer), ich aber entspannt mit dem Zug fahren kann, dann würde sich der Modalsplit (Verhältnis Auto/Öffi) schneller ändern als wenn wir noch eine komplizierte Verrechnungs/Besteuerungsmethode uns ausdenken, die dann wieder missbraucht wird.
- ↳ Renato Pichler (2026-04-18): Wie kommen Sie auf 900 km von Zürich nach St. Margrethen? Das sind etwa 100 km. Ausserdem gab es in den letzten Jahren sehr lange eine Baustelle auf dieser Autobahn rund um St. Gallen.
- ↳ Thomas Mathis (2026-04-18): ahh ja Renato, 100km vs. 800-900km nach Wien. Sorry.
- Renato Pichler (2026-04-02): Gefahr der Totalüberwachung wenn zwischen Inlandverkehr (müsste bezahlt werden) und Auslandverkehr unterschieden wird. Auch lokaler Verkehr auf eigenem Betriebsgelände müsste ausgeschlossen werden. Es reicht also nicht nur den Kilometerstand der Fahrzeuge zu erfassen. Und was ist mit Grenzgänger?